Ein Social‑Media‑Manager trägt die Verantwortung für Planung, Umsetzung und Kontrolle der Social‑Media‑Aktivitäten einer Marke oder eines Unternehmens in der Schweiz.
Er entwickelt die übergeordnete Social‑Media‑Strategie in Abstimmung mit Marketing‑ und Unternehmenszielen. Dabei definiert er Zielgruppen, Positionierung und Tonalität sowie die zentralen Content‑Säulen.
Zu seinen täglichen Aufgaben zählen die Content‑Planung, die redaktionelle Erstellung von Beiträgen in Text, Bild und Video sowie die Steuerung von Kampagnen auf Plattformen wie Facebook, Instagram, LinkedIn, X und TikTok.
Community‑Management, die Beantwortung von Kommentaren und Nachrichten sowie das Management von Werbeanzeigen gehören ebenso dazu wie laufendes Monitoring und die Auswertung von KPIs zur Optimierung.
In der Schweiz berücksichtigt er Mehrsprachigkeit (Deutsch, Französisch, Italienisch), Datenschutzanforderungen wie DSGVO und das Schweizer Datenschutzgesetz sowie lokale Feiertage und kulturelle Besonderheiten.
Ein professioneller Social‑Media‑Manager arbeitet eng mit PR, Customer Service und Sales zusammen und kann intern, als Freelancer oder über Agenturen eingesetzt werden.
Was leistet ein Social-Media-Manager?
Ein Social‑Media‑Manager erstellt die Landkarte, auf der ein Unternehmen seine Online‑Auftritte steuert. In der Schweiz richtet er die Arbeit auf Ziele, Zielgruppen und Budget aus. Dabei berücksichtigt er Sprachregionen wie Deutschschweiz, Romandie und Tessin sowie Unterschiede zwischen urbanen und ländlichen Zielgruppen.
Strategieentwicklung und Zieldefinition
Die Strategie beginnt mit Markt‑ und Konkurrenzanalyse. Dabei prüft der Manager, welche Kanäle Migros, Coop oder Swisscom nutzen und welche Formate wie Reels oder Karussell‑Posts performen.
Messbare Ziele werden SMART formuliert: Markenbekanntheit steigern, Leads erzeugen, Traffic auf die Website lenken oder Kundensupport verbessern. Priorität erhält, was den grössten Geschäftswert liefert.
Content‑Planung und Erstellung
Aus den Erkenntnissen entsteht eine Content‑Pillar‑Struktur mit Kernthemen wie Produktinfos, Mehrwert‑Content, Employer Branding und Community‑Stories. Tonalität wird je nach Marke festgelegt: informell, professionell oder humorvoll.
Der Manager plant Formate, schreibt Texte, produziert Kurzvideos und erstellt Bildmaterial. Budgetaufteilung zwischen organischen Aktionen und Paid Social gehört zur Planung.
Community‑Management und Kundenkommunikation
Community‑Management sorgt für Dialog mit Followern, Interessenten und Kunden. Reaktionszeiten, Eskalationswege und ein konsistenter Ton sind Teil des täglichen Betriebs.
Der Manager nutzt die Interaktion, um Nutzerfeedback für Produkt‑ und Serviceverbesserungen zu sammeln und so die Customer Experience zu stärken.
Analyse, Reporting und Optimierung
Erfolg wird mit einem KPI‑Framework gemessen. Wichtige Kennzahlen sind Reichweite, Engagement, Klickrate und Conversion. Regelmässige Reports zeigen, was wirkt und was angepasst werden muss.
Auf Basis der Daten optimiert der Manager Content, Budgetverteilung und Zielgruppensegmente laufend, um die gesetzten SMART‑Ziele effizienter zu erreichen.
Social-Media-Manager in der Praxis: Werkzeuge, Prozesse und Erfolgsmessung
In der Praxis bedient sich ein Social‑Media‑Manager einer Toolbox aus Planungstools, Kreativsoftware und Analyseplattformen. Diese Kombination spart Zeit, stärkt die Marke und verbessert die Reaktionsgeschwindigkeit im Tagesgeschäft.
Beliebte Tools für Planung und Monitoring
Für Planung und Scheduling nutzen Teams Hootsuite, Buffer, Later und die Meta Business Suite. Diese Tools erlauben Vorschauen, Teamfreigaben und Zeitplanung.
Zur Erstellung von Grafiken und kurzen Videos sind Canva und Adobe Creative Cloud verbreitet. CapCut hilft bei mobilen Videobearbeitungen. Für Social Listening kommen Brandwatch, Talkwalker und Mention zum Einsatz.
Workflow: Von der Idee zur Veröffentlichung
Ein klarer Workflow beginnt mit der Themenidee, geht über Recherche und Content‑Erstellung bis zur Freigabe und Terminplanung. Notion, Asana oder Trello strukturieren Redaktionspläne.
Kommunikation im Team läuft per Slack oder Microsoft Teams. Anzeigen werden parallel im Meta Ads Manager, LinkedIn Campaign Manager oder TikTok Ads Manager aufgesetzt, wenn bezahlte Reichweite geplant ist.
Wichtige KPIs und wie sie interpretiert werden
Reichweite zeigt, wie viele Menschen einen Beitrag sehen. Engagement‑Rate deutet auf Relevanz und Interaktion hin.
Traffic‑Quellen aus Google Analytics geben Auskunft darüber, welche Plattform Besucher auf die Website bringen. Konversionen und Cost‑per‑Lead messen den wirtschaftlichen Wert von Kampagnen.
- Impressions: Sichtbarkeit eines Beitrags.
- Engagement: Likes, Kommentare, Shares als Qualitätsindikator.
- Click‑Through‑Rate: Interesse am Angebot.
- Conversion Rate: Effektivität in der Zielerreichung.
Regelmässiges Reporting mit Sprout Social, Quintly oder den nativen Insights ermöglicht einen Vergleich über Zeiträume und die Ableitung konkreter Optimierungen.
Mehrwert für Schweizer Unternehmen: Kosten, Einsatzmodelle und Best Practices
Die Wahl zwischen Inhouse, Freelancer und Agentur beeinflusst Kosten und Ergebnis direkt. Inhouse-Teams bieten langfristigen Markenaufbau und enge Abstimmung, während Freelancer und Agenturen Flexibilität für Kampagnen liefern. Agentur‑Stundensätze und Retainer sind in der Schweiz üblich; Gehälter variieren stark mit Erfahrung und Verantwortungsumfang.
Entscheidungskriterien sind verfügbare Ressourcen, benötigtes Know‑how wie Videoproduktion oder Performance Ads, Budget und Flexibilität. Kurzfristige Aktivationen profitieren oft von Agenturen oder Freelancern. Langfristige Strategien fahren besser mit Inhouse- oder Hybridmodellen, die Wissen intern aufbauen und externe Spezialisten punktuell einbinden.
Best Practices für den Schweizer Markt betonen Mehrsprachigkeit und Datenschutz. Inhalte sollten für Deutschschweiz, Romandie und Tessin lokalisiert werden. DSG‑Konformität und transparente Datenverarbeitung sind Pflicht. Lokale Partnerschaften mit Medien und Influencern wie 20 Minuten oder SRF stärken Glaubwürdigkeit und Reichweite.
Eine ausgewogene Budgetstrategie kombiniert organischen Community‑Aufbau mit gezielten Paid‑Kampagnen, um Reichweite und Conversions messbar zu steigern. Regelmässige Weiterbildung zu Plattform‑Updates und Werbeformaten sichert langfristigen Erfolg. Beispiele von Swisscom, Raiffeisen und Migros zeigen, wie integrierte Social‑Strategien Kundenservice, Employer Branding und Kampagnen effektiv verbinden.







